Kampagne alle inklusive

Wenn man wissen möchte, was diese Konvention in der Praxis bedeuten kann, schaut man sich am Besten die Ergebnisse der Kampagne „alle inklusive“ an. Achtung die Zusammenfassungen sind stark gekürzt. Bei den jeweils relevanten Bereichen ist es empfehlenswert, sich auch die Vorträge durchzulesen. Ergebnisse der Kampagne alle inklusive (pdf, 4,68 MB)

Für die Gamesbranche sind folgende Bereiche besonders interessant: Bildung und Barrierefreiheit. Die Philosophie „Nichts über uns ohne uns!“, die für Menschen mit Behinderung gilt, sollte eigentlich auch für diejenigen gelten, die Barrieren vermeiden sollen. Denn nur wenn wirklich beide Seiten mit eingebunden werden, kann sichergestellt werden, dass die Qualität stimmt. Leider wurde auf diesen Punkt bisher nicht eingegangen.

Forderungen aus der Kampagne sind zum Beispiel:

  • Verknüpfung aller staatlichen Maßnahmen und Förderprogramme mit Barrierefreiheit.
  • Schaffung wirksamer Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen bezüglich der Herstellung von Barrierefreiheit.
  • Barrierefreiheit ist als Teil des Qualitätsmanagements festzuschreiben.
  • Die „Versagung angemessener Vorkehrungen“ muss definiert und zum Diskriminierungstatbestand erklärt werden.
  • Ausweitung der BITV auch für den privaten Sektor.
  • 100% Untertitelpflicht.
  • Schaffung eines inklusiven Bildungssystems.
  • Barrierefreie Lehrmaterialien.
  • Barrierefreiheit und „Design für alle“ in Forschung, Wissenschaft, Bildung und Ausbildung.
  • Barrierefreiheit/„Design für alle“ zu einem interdisziplinären Forschungsschwerpunkt erheben.
  • Organisation regelmäßiger internationaler Kongresse zum Thema Barrierefreiheit/„Design für alle“ zur Vernetzung durch den Bund.
  • Beratungs- und Informationsstrukturen zum Thema Barrierefreiheit.
  • Alle Architektur-, Städtebau-, Design- und Kommunikationspreise werden an die Voraussetzung des „Design für alle“ geknüpft.

Nach oben

Comments are closed.